Tania Giannouli und Nils Petter Molvær

Line-up: Tania Giannouli – piano,  Nils Petter Molvær – trumpet Es ist uns ein Anliegen, dass Jazz eine Musik der Innovation, Improvisation und Austauschs bleibt.In diesem Sinne präsentieren wir die Konzerte vom Tania Giannouli und Nils Petter Molvær gemeinsam mit dem Bird’s Eye Jazz Club. Wir freuen uns ganz speziell auf diese Zusammenarbeit und die grossartigen Künstler!  Die in Athen geborene Pianistin und Komponistin Tania Giannouli, vom DownBeat Magazin als eine Mischung aus „Thunder and Elegance“ gefeiert, trifft in diesem neuen Duo auf Nils Petter Molvær, den norwegischen Großmeister atmosphärischer Ambient-Klänge. Tania Giannouli, klassisch ausgebildet und versiert in erweiterten Spielweisen, lotet das klangliche Spektrum des Flügels mit großer Sensibilität aus – von feinen Resonanzen bis zu ungewohnten Texturen.Molvær erweitert diese Klangwelt mit Trompete, Atem, Raum und Elektronik, die seit seinem bahnbrechenden Album Khmer ein zentrales Element seines Schaffens ist.Gemeinsam erschaffen sie eine immersive Klanglandschaft, die das Publikum auf eine musikalische Reise durch eine raue, zugleich poetische Natur von großer Tiefe und Schönheit mitnimmt. Oder wie ein koreanisches Magazin schreibt: Diese Musik lädt den Zuhörer dazu ein, von der Ewigkeit zu träumen. Diese Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem „Bird’s Eye Jazz Club“ organisiert.

KENNEDY ADMINISTRATION

Line-up: Kennedy vocal, Ondrej Pivec or Jan Uvira keys, Ricky Pistone guitar, Eugene Roberts bass, Roberto Robinson or Vincent Golly drums The soul, groove and jazz sensation from the heart of Brooklyn/ NYC: KENNEDY ADMINISTRATION “I believe Kennedy Administration is going to be the next big star on the music scene” – Gregory Porter “Listening to this record brings me back to my years living in New York, watching the band set fire to stages in the West Village and going home inspired. Things haven’t changed a bit.” Michael League (Snarky puppy) “Nothing lifts the spirits like a good soothing, chill, well balanced GRUV… Excellent job guys” – Richard Bona “So excited by the new musical lovescape conjured up by Kennedy and her Administration with their new release SECOND TERM. The sound is fresh, hypnotic, musicianship is superb, fronted by Kennedy’s amazing vocals.” – Dee Dee Bridgewater Diese Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem „Kulturhuus Häbse, Basel“ organisiert.   Mach dich bereit, vom explosiven Sound und den einzigartigen Grooves von Kennedy Administration ein Leben lang in den Bann gezogen zu werden! Es ist mehr als nur eine Band – es ist ein sinnliches Erlebnis. Sie erschaffen moderne Musik, die Jazz, R&B, Hip-Hop und Pop zu einem unwiderstehlichen Klangteppich verwebt. Lass dich von den Rhythmen mitreißen und spüre jede Stimmung, wenn ihre soulvollen Klänge den Raum erfüllen. Dieses dynamische Projekt mit Sitz in Brooklyn/NYC besteht aus einigen der besten jungen Next-Level-Musiker New Yorks und wird von zwei Masterminds angetrieben: der charismatischen Power-Sängerin KENNEDY und ihrem musikalischen Partner, dem Keyboarder und Ausnahmeproduzenten ONDRE J, einem langjährigen Kollaborateur von Gregory Porter. Kennedy Administration macht nicht einfach nur Musik – sie läuten eine neue Ära klanglicher Brillanz ein, in der mehrere Genres miteinander verschmelzen, mit Jazz als Fundament und herausragenden Soli sowie Gesang. Ihre Freude und Leidenschaft sind ansteckend und versprechen eine immersive Reise in eine Welt, in der jede Note ein Fest ist. Ihre magnetische Ausstrahlung und mitreißende Energie sind sofort spürbar.   Im Herzen von New York, einer Stadt der Möglichkeiten, in der aus Ideen Projekte entstehen und Partnerschaften aus zufälligen Begegnungen hervorgehen, trafen sich Kennedy und Ondre J – und Kennedy Administration entstand! Es ist die Stadt, in der der in Tschechien geborene Keyboarder und Produzent Ondre J bei Open Mics, in Kirchen, Clubs und Jam-Sessions spielte und dabei Gregory Porter kennenlernte. Über fast ein Jahrzehnt wurde er zu einem gefragten Kollaborateur des Grammy-prämierten Jazz- und R&B-Sängers. Dort traf Ondre auch Kennedy, eine Sängerin und Musikerin aus Michigan, die – wie er – allein nach New York gekommen war. Kennedy, deren musikalische Reise in der kleinen Kirche ihres Großvaters in Michigan begann, ist heute eine feste Größe in der New Yorker Musikszene. Sie wuchs mit einer nahezu grenzenlosen musikalischen Vielfalt auf: Von Anita Baker über Ella Fitzgerald, Sade bis Michael Jackson, von Dave Matthews bis Prince – Kennedy hörte alles und nahm alles in sich auf. Seit ihrem Umzug an die Ostküste arbeitete sie mit Dee Dee Bridgewater, Terri Lynn Carrington, Christian McBride, Jeff „Tain“ Watts, James Genus, Nate Smith und vielen anderen zusammen. Ihr Markenzeichen: eine kraftvolle, soulige Jazzstimme, die große Einflüsse mit einer ganz eigenen Persönlichkeit verbindet. Als sich in New York eine Chance ergab, erhielt Kennedy eine Residency und brauchte einen Keyboarder. Doch alle waren bereits gebucht – und der Musiker, den sie eigentlich wollte, durfte wegen einer früheren Auseinandersetzung nicht im Club auftreten. Der einzige verfügbare Keyboarder war Ondre J! Die Chemie zwischen den beiden stimmte sofort, die Show wurde ein großer Erfolg – und Kennedy Administration war geboren. Kaum hatten sie sich als Duo einen Namen gemacht, erhielt Ondre den Anruf von Gregory Porter, um ihn auf Tour zu begleiten. Dennoch hörten beide nie auf, gemeinsam aufzutreten, zu schreiben und zu kreieren. New York ist auch die Stadt, in der ihre Band, The Kennedy Administration, durchstartete. Eine beliebte sechsjährige Residency im angesagten Club „Groove“ in Manhattan – einer festen Größe für Live-Musik – machte sie mit ihren funky, souligen und pop-inspirierten Sounds zu Publikumslieblingen und schnell zu einem der heißesten Acts der Szene. Seit 2015 erobert das Quintett Bühnen in Europa, Osteuropa, dem Nahen Osten und Asien und hinterlässt überall bleibenden Eindruck. Sie spielten auf einigen der größten Festivals Europas und Asiens (z. B. beim Java Jazz Festival in Jakarta mit insgesamt 115.000 Besuchern an drei Tagen) und eröffneten 2018 für Elton John – und viele weitere. 2017 erschien ihr selbstbetiteltes Debütalbum, gefolgt vom Album „Second Term“ im Jahr 2023 mit Gästen wie Gregoire Maret, Keyon Harold, Paul Bollenback, Farrah Boule, ILLspokin, Kyla Moschovic und Cassondra James Kellam – beide veröffentlicht bei Leopard Records und voller eigener Kompositionen. 2025 erschien ihr Album HUMANITY. Schau dir irgendeine Live-Performance von KENNEDY ADMINISTRATION an – und du wirst für immer Fan sein! Alben von KENNEDY ADMINISTRATION Humanity (2025) Second Term (2023) Kennedy Adminitration (2017)  

Miles Davis – John Coltrane Centennial

Lineup: Freddie Hendrix (US) – trumpet, Kirk MacDonald (CA) – sax, Oliver Kent (AT) – piano,Aldo Zunino (IT) – bass, Bernd Reiter (AT) – drums Trompeter Miles Davis und Saxophonist John Coltrane waren herausragende, stilbildende Solisten und Bandleader der Jazzgeschichte. Von 1955-60 war Coltrane Mitglied im Miles Davis Quintet/Sextet, in diesen Jahren entstanden viele klassische Jazzalben wie u. a. „Kind of Blue“ und „‘Round About Midnight“. 1960 gingen sie getrennte Wege, erzielten aber mit ihren jeweiligen Bands weitere große Erfolge, Miles Davis in verschiedensten Konstellationen und Stilen und John Coltrane vorwiegend mit seinem eigenen berühmten Quartett mit McCoy Tyner, Jimmy Garrison und Elvin Jones, das bahnbrechende Aufnahmen wie „A Love Supreme“ einspielte. Ihre Kompositionen gehören zum absoluten Standard-Jazzrepertoire, Titel wie So What (Miles Davis) oder Giant Steps (John Coltrane) sind jedem Musiker und Fan bestens bekannt. Diese beiden Jazzikonen hätten im Jahre 2026 ihren 100. Geburtstag gefeiert, Grund genug diesen Giganten ein spezielles Quintett-Programm mit ausgewiesenen Kennern dieser Musik zu widmen. Der amerikanische Trompeter Freddie Hendrix gehört seit zwei Jahrzehnten zu den weltweit führenden Trompetern und Jazzpädagogen. Er studierte an der William Paterson University bei u. a. Harold Mabern und arbeitete u. a. mit dem Count Basie Orchestra, Christian McBride, Vincent Herring, aber auch Stevie Wonder, Aretha Franklin und Alicia Keys. Er ist ein kraftvoller, melodischer Solist und gilt als legitimer Nachfolger der großen Hardbop-Trompeter. Kirk MacDonald, der sich einen Namen als der führende Saxophonist Kanadas gemacht hat, erhielt im Laufe seiner Karriere zahlreiche Auszeichnungen. Er hat auf über fünfzig CDs als Leader und Sideman mitgewirkt, an zahlreichen landesweiten Rundfunkaufnahmen teilgenommen und arbeitete weltweit mit führenden Jazzgrößen wie Sam Noto, Kenny Wheeler, Eddie Henderson, Harold Mabern, Tom Harrell, Peter Bernstein, Jack DeJohnette, Mike Stern, James Moody, u. v. m. Dieses internationale Quintett wird von drei herausragenden Begleitern vervollständigt: Pianist Oliver Kent und Bassist Aldo Zunino gehören zu den meist gebuchten Sidemen Europas und arbeiten seit 30 Jahren mit wirklich allen Größen der Szene. Sie spielten u. a. mit Gianni Basso, Charlie Mariano, Chet Baker, Lee Konitz, George Coleman, Al Grey, Sweets Edison, Scott Hamilton und Sal Nistico. Der österreichische Schlagzeuger Bernd Reiter, Preisträger beim Hans Koller Preis im Jahre 2006 und mittlerweile zeitweise in New York lebend, spielte ebenso mit vielen Größen des Jazz wie Don Menza, Charles Davis, Harold Mabern, Cyrus Chestnut, Kirk Lightsey, Mundell Lowe, Steve Grossman, Claudio Roditi u. v. m. Diese herausragende Besetzung mit Musikern aus den USA, Kanada, Deutschland, Italien und Österreich ist eine echte Allstarauswahl und garantiert einen hochkarätigen Konzertabend unter dem Motto „Swinging Jazz at its Best“!  

Claus Raible Quintet
featuring Brad Leali, Steve Fishwick

Steve Fishwick tp, Brad Leali as, Claus Raible p, Mios Colovic b, Xaver Hellmeier dr “Claus Raible hat ein eigenes Format wie international nur wenige, die sich in diesem Genre bewegen. Mit einer superlativischen Technik und seiner geschmeidigen Geläufigkeit ist Raible ein furioser Stilist.”Stefan Michalzik (Frankfurter Rundschau) Das Quintett um den renommierten Pianisten und Bandleader Claus Raible packt einen und spricht, Logik und Leidenschaft verbindend, alle Sinne an und lässt sofort den berühmten Funken auf das Publikum überspringen. Nun hat Raible das Programm seiner aktuellen Trio Produktion FUGITIVE FIGURES für Quinntettbesetzung bearbeitet und präsentiert eine fulminantes Ensemble:Die zupackende Frontline sind der mitreißende Altsaxofonist Brad Leali aus den USA, sowie der Trompeter und Topsolist der britischen Jazzszene, Steve Fishwick. Claus Raible ist eine der treibenden Kräfte der europäischen Jazzszene: Ein grandioser Musiker, Komponist und Arrangeur. Im Laufe seiner professionellen Karriere hat er mit Größen wie Andy Bey, Jimmy Cobb, Jesse Davis, Jon Faddis, Art Farmer, Benny Golson, Mark Murphy, Lewis Nash, Houston Person, Ed Thigpen und vielen anderen zusammengearbeitet. Claus Raible ist auf zahlreichen internationalen Festivals aufgetreten, darunter das Montreaux Jazz Festival, Jazz Fest Vienna, Aspen Jazz (Colorado), Midem (Cannes), TriesteLoves Jazz, Denver Jazz Fest, Belgrade Jazz Festival, London Jazz Festival, InternationaleJazzwoche Burghausen. Mit seinem unverwechselbaren Sound und Stil ist Brad Leali einer der bemerkenswertesten zeitgenössischen Saxophonisten. Leali hat mit zahlreichen Jazzgrößen wie Clark Terry und Freddie Hubbard zusammengearbeitet und verbrachte auf Einladung von Frank Foster und unter der Leitung von Grover Mitchell viele Jahre mit dem Count Basie Orchestra. Als festes Mitglied der Kennedy Center Honors Band trat er im Weißen Haus bei der Amtseinführung von Präsident Obama auf. “ (…) His solos are sparkling and Cannonball Adderley influenced (…)“Evening Standard, London “ (…) Saxophonist Brad Leali was among the most soulful and exciting I’ve heard recently“ New York Times Steve Fishwick gilt weithin als einer der besten Jazztrompeter aus dem Vereinigten Königreich und erlangte dank seiner makellosen Technik und seiner wunderbar fließenden, harmonisch reichen Improvisationen rasch Weltruf erlangt. Steve nennt Art Farmer, Miles Davis und Woody Shaw als seine wichtigen Einflüsse, dabei hat er aber seinen ganz eigene musikalische Sprache entwickelt. „Steve has his own style. He plays from the bottom to the top of the horn whilst maintainingthe integrity of the chords. I can’t think of another trumpet player that can do what he does.“Wynton Marsalis “My question is where has Fishwick been hiding? Hip middle register melodious bebop, but when Steve lights his wick he becomes a flying fish, soaring above the waves, totally in control!”Ira Gitler

Judith Hill

Line-up: Judith Hill vocals/piano/guitar, Michiko Hill, keyboard/B3, Peewee Hill bass, John Staten drums Die mit einem Grammy ausgezeichnete Sängerin, Songwriterin und Multiinstrumentalistin Judith Hill hat am 19. April 2024 ihr neues Album „Letters From A Black Widow“ veröffentlicht. Das Album mit 12 Songs erzählt eine fesselnde Geschichte – von privatem Schmerz bis zu gemeinschaftlicher Transzendenz – und ist ihr bisher gefühlvollstes Werk. Im Lauf ihrer Karriere hat sie mit Musikern wie Prince, Michael Jackson, Robbie Williams und Elton John zusammen gearbeitet. Diese Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem „Kulturhuus Häbse, Basel“ organisiert. Jeder, der die Geschichte von Judith Hill verfolgt hat, wird Letters from a Black Widow als einen atemberaubenden Albumtitel erkennen. Der von der Boulevardpresse geprägte Begriff „Schwarze Witwe“ entstand nach den Überdosis-Todesfällen ihrer beiden Star-Kollegen Michael Jackson und Prince. Es wurde zu einem Schimpfwort, das Internet-Trolle der gefeierten Künstlerin an den Kopf warfen und Verschwörungstheorien und Beschämungskampagnen in Gang setzten – ein Trauma, das beinahe eine Karriere beendet hätte, zu der auch ein Grammy für ihre Rolle in dem Oscar-prämierten Dokumentarfilm „20 Feet from Stardom“ gehört. „Jahrelang war die Schwarze Witwe eine so dunkle Präsenz in meinem Leben, die zu bedrohlich und einschüchternd war, um überhaupt darüber zu sprechen“, sagt Hill. Aber ein Jahr nach der Pandemie hatte sie Zeit und Raum für eine folgenschwere Abrechnung. „Dadurch, dass ich gezwungen war, aufzuhören, konnte ich tiefer in mich gehen und herausfinden, was in meinem Inneren vorgeht und worüber ich wirklich sprechen musste. Ich stellte fest, dass ich den Mut und die Kraft hatte, mich all dem zu stellen – in meinem Kern authentisch zu sein, in die ganze Erfahrung einzutauchen und einen Ozean der Dunkelheit in ausdrucksstarkes Feuer zu verwandeln.“ War Hills vorheriges Album Baby, I’m Hollywood die ruppige Coming-of-Age-Geschichte eines gemischtrassigen Kindes der kalifornischen Bohème, so ist Letters from a Black Widow ein gewaltiger Schlachtruf – ein Soul/Funk/Gospel-Passionsspiel in Albumlänge, das spektakulär geschrieben, arrangiert und aufgeführt ist. Ein entscheidender Moment in Hills Schreibprozess ereignete sich während eines Besuchs mit Freunden in einer heißen Quelle außerhalb von Los Angeles, wo eine gemeinsame psychedelische Erfahrung sie in ein privates und erschreckendes Reich führte. „Ein ganzer Berg erschien vor meinen Augen“, erinnert sie sich. „Und ich wusste, dass er für all die Traumata in meinem Leben stand, von denen ich nicht wusste, dass sie noch da waren.“ „All die Schuldgefühle, die Scham und die Paranoia können wie ein Krebsgeschwür in dir wachsen“, erzählt sie. „Man hat das Gefühl, dass niemand es verstehen wird, dass es niemanden wirklich interessiert, und das wird zu deiner ganzen Realität. Songs darüber zu schreiben bedeutet, sich selbst die Erlaubnis zu geben, überhaupt zu sprechen. Es ist eine Wohltat für einen selbst, den Pinsel in die Hand zu nehmen und es zu malen, und es kann eine Eigendynamik entwickeln.“ Hill stützte sich auf Gespräche mit ihrem Opern-/Theaterregisseur und Freund Alexander Gedeon, die sie zu den theatralischen Experimenten inspirierten, die sich durch Letters from a Black Widow ziehen. Die Emotionen erreichen ihren vollsten Ausdruck im Titelsong „Black Widow“, in dem Hill sich der bösartigen Gestalt stellt, die sie jahrelang verfolgte. Die neuen Geschichten dieses Albums über Entdeckung, Widerstand und Erlösung haben alle die gleiche unerschütterliche Soul- und Funk-Basis, die Hill schon fast ihr ganzes Leben lang genossen hat. Die brennenden Gitarrensoli sind umso beeindruckender, als die Gitarre ein weiteres Instrument ist, das die verwirrend talentierte Musikerin erst kürzlich während des Songwriting-Prozesses „einfach so aufgeschnappt“ hat. „Für mich ist die Gitarre wie ein neuer Charakter, der jammernde, kreischende Kern von mir, eine Stimme, die einfach gehört werden will“, erklärt Hill. „Es bedeutet, dass wir immer noch Kraftquellen in uns haben, selbst wenn sie das Mikrofonkabel durchschneiden. Ich wollte, dass sich das gleiche Gefühl des Trotzes und der Ermächtigung, das man in „Flame“ hört, durch das Album zieht, denn wir sind viel stärker, als wir uns eigentlich bewusst sind.“ Während das Album oft beschwingte und verspielte Wendungen nimmt, sind alle Songs tief in Hills aktueller Realität verankert, als 41-jährige Karriere-Künstlerin, die dankbar ist für die Menschen, die sie gemacht haben, und sich des holprigen Weges, den sie gewählt hat, und der Kraft, die sie wird, bewusst ist.

Philip Catherine / Martin Wind Duo

Die gemeinsame musikalische Reise begann für Philip Catherine und Martin Wind 2013 mit der Einladung,ein Album in der Serie „Duo Art“ des ACT Plattenlabels zu veröffentlichen. Sie nahmen hauptsächlich Originals auf, aber auch Standards wie „Old Folks“ und „How deep is the Ocean”, sowie Fremdkomposition von Dexter Gordon („Fried Bananas“) und Paul McCartney („Jenny Wren”).Seitdem musiziert das Duo regelmässig auf den Bühnen Europäischer Konzertsäle, Clubs und Festivals, und ein Auftritt in dem Kitano Jazz Club wurde von dem Monatsmagazin „New York City Records Magazine“ zu einem der „Top Five Live Concerts 2016“erkoren.2019 luden sie sich für ihr zweites Album „White Noise“ (Laika Records) eine weitere Europäische Jazzikone hinzu, und zwar den holländischen Trompeter Ack van Rooyen. Das Album wurde in der Presse als „Meisterstück in der Europaliga des Jazz“ bezeichnet und erhielt eine 4 Sterne-Besprechung im Downbeat Magazine. Die „Süddeutsche Zeitung“ schrieb in einer Rezension eines Duo-Konzerts im Club des „Bayerischen Hof“ in München:„So ergänzte sich das ziemlich perfekt: das schon technisch unverwechselbare, immer lyrische Spiel Catherines und der gestrichen wie gezupt sonore und kräftige Bass von Martin Wind. Ein ebenso breites wie kultiviertes Repertoire hatten sie sich ausgesucht; aber ob bei Hoagy-Charmichael- oder und Bebop-Standards, ob bei Blues, bei Villa-Lobos und Paul McCartney oder bei eigenen Stücken, immer suchten die beiden nach dem idealen Ton, dem richtigen Klang für jede einzelne Note. Kein Zufall, dass „Old Folks“ zum vielleicht schönsten Stück geriet: ganz einfach und traditionell, ohne jedes Virtuosentum, aber mit viel Raum für sich im improvisierenden Miteinander wunderbar aufschaukelnde Klangschwelgereien.“ Und der „Mannheimer Morgen“ fasste einen Auftritt des Duos wie folgt zusammen:„Nach einem vielfarbigen Programm von Eigenkompositionen und Jazzstandards bringt der Titel ihrer Zugabe die Essenz ihrer Musik auf den Punkt: But Beautiful.” Ein weiterer Höhepunkt war das Eröffnungskonzert des JazzBaltica 2023 Festivals zusammen mit den Mitgliedern von Martin Wind’s „Gravity Trio”, Saxophonist Peter Weniger und Schlagzeuger Jonas Burgwinkel. PHILIP CATHERINE Der nun fast 80jährige Philip Catherine gehört seit den sechziger Jahren zu den führenden Vertretern der europäischen Jazzszene und wurde bekannt durch seine Zusammenarbeit mit Künstlern wie Chet Baker, Charles Mingus, Jean Luc Ponty, Larry Coryell, Charlie Mariano, Niels Henning Ørsted Pedersen, Kenny Drew, Dexter Gordon, Toots Thielemans, Stéphane Grappelli, Tom Harrell, sowie der Jazzrock Band Focus. Mehr Infos unter www.philipcatherine.com. MARTIN WIND Martin Wind wurde 1968 in Flensburg geboren, studierte klassischen Kontrabass in Köln und zog vor 25 Jahren nach New York City.Im Jahr 1995 belegte er den 3. Preis beim Internationalen Thelonious Monk Bass Wettbewerb in Washington, D.C., und erhielt im Jahr 2000 den Kulturpreis seines Heimatlandes Schleswig-Holstein.Er spielte u.a. mit mit Jazzlegenden wie Hank Jones, Frank Wess, Mark Murphy, Slide Hampton, Johnny Griffin, Cedar Walton, Bucky Pizzarelli, Michael und Randy Brecker, Don Friedman, John Scofield, Pat Metheny, Fred Hersch, James Moody und Anat Cohen.Als Mitglied des Kennedy Center Honors Orchesters begleitete er Weltstars wie Aretha Franklin, Reneé Fleming, James Taylor und John Legend.Seine neuen Alben „My Astorian Queen – 25 years on the New York Jazz Scene“(November 2021) und „New York Bass Quartet – Air“(Februar 2022) wurden unlängst auf dem deutschen Laika Records Label veröffentlicht. Mehr Infos unter www.martinwind.com und www.laika-records.com.

Younee

Younee, die Komponistin und Singer-Songwriterin aus Südkorea hat sich nicht nur mit ihrem einmaligen und virtuosen Klavierspiel längst einen Namen gemacht. Es sind Younee‘s spontane und frei komponierte Stücke während ihrer Live-Auftritte, die einem schier den Atem rauben können, und immer wieder grosse Begeisterung bei dem Publikum auslösen. Ihre beiden ersten deutschen Alben stürmten die Bestseller-Charts bis auf Platz 1. Bei ihrem 1. Album “Jugendstil“ waren für sie noch Mozart, Beethoven und andere ‚Klassiker’ eine Inspiration, auf dem 2. Album „My Piano“ hört man ausschliesslich eigene Kompositionen, die bis zum letzten Ton alle intuitiv, spontan und unerwartet sind, ohne in kitschige Gefilde oder in eine Virtuosität um der Virtuosität willen abzugleiten. ‚That’s me, das bin ich! ’ meint YOUNEE und die Art und Weise, wie sie ihre Musik live für ihr Publikum darbietet, ist nicht nur äusserst charmant, es ist jedes Mal als würde sie ihre Musik nochmals neu erfinden. Younee, die klassisch ausgebildete und preisgekrönte Pianistin, spielt  fast alles und all das mit ihrer ganz eigenen Prägung. Klassik, Blues, Jazz oder poppige Melodien und ja, singen kann sie auch und das mit einer Stimme, die einem unter die Haut geht. Heute gehört sie zu den wenigen Pianistinnen weltweit, die das klassische Metier ebenso gut beherrschen wie Jazz und Improvisationen. Sie erwarb einen B.A. in klassischem Klavier an der Yonsei Universität. Bevor sie ihr Heimatland verliess, hatte sie in Südkorea bereits Starstatus erlangt. So schrieb sie Musik für koreanische und inzwischen auch deutsche Filmproduktionen, Songs für Pop- und Rockkünstler, aber auch Hits für sich selbst. Dann veröffentlichte sie in England ein Pop-/Jazz-Gesangsalbum „True to You“ und trat bei BBC Woman’s Hour, im Jazz-Line-Up und mehr auf und wurde in den erlauchten Kreis von Pianisten berufen, die beim berühmten Steinway Festival spielen dürfen.

Fred Wesley Generations

Fred Wesley tb/voc, Leonardo Corradi hammond, Tony Match dr Jahrzehnte nach seiner Arbeit mit James Brown und George Clinton, die ihn als einen der Architekten des Funk etablierte, hat Fred Wesley ein neues Projekt begonnen, das ihn mit seinen Jazz-Wurzeln und der Zukunft verbindet: Generations. Generations ist ein ausbaufähiges Trio mit Fred Wesley an der Posaune, Leonardo Corradi an der Orgel und dem französischen Schlagzeuger Tony Match. Drei Musiker, die ursprünglich zusammenkamen, um dem souligen Jazz des legendären Organisten Jimmy Smith Tribut zu zollen, haben sich gefunden und grooven gemeinsam weiter.  Dieses Trio vereint drei Generationen.

Travelin‘ feat. Heiri Känzig & Mathieu Michel

Heiri Känzig b, Matthieu Michel flh, Raphaelle Brochet voc, Amine Mraihi oud,Lionel Friedli dr, Marc Méan p Der Charakter der neuen Gruppe von Heiri Känzig erwuchs  aus dem Interesse, sich jenseits der etablierten Genres und vermeintlichen Grenzen zu bewegen. Hier dürfen die weltmusikalischen Einflüsse, die Heiri Känzig in seinen zahlreichen Begegnungen mit Musikkulturen rund um den Globus aufgesogen hat, zusammenfliessen. Es geht nicht darum, einen Rekord in Sachen Komplexität oder Innovation aufzustellen. Vielmehr hört man in diesem Sextett eine Liebe zum Musizieren, die direkt ins Herz geht. In diesen Aufnahmen hören wir den flatterhaften Anschlag des Oud-Spielers Armin Mraihi, die lyrische Raffinesse von Marc Méan am Klavier, das schwebende Melisma der Sängerin Veronika Stalder, die fesselnde Kraft des Trompeters Matthieu Michel, die melodischen, pulsierenden Linien von Heiri Kaenzig am Kontrabass und der Perkussionist Lionel Friedli, der für den Drive sorgt. Die Leidenschaft für das Musizieren und die stilistische Offenheit bilden das Rückgrat dieser Musik. Sie entzieht sich jeder Definition. Es ist die Kraft des Ausdrucks, die zählt.

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