Judith Hill

Line-up: Judith Hill vocals/piano/guitar, Michiko Hill, keyboard/B3, Peewee Hill bass, John Staten drums Die mit einem Grammy ausgezeichnete Sängerin, Songwriterin und Multiinstrumentalistin Judith Hill hat am 19. April 2024 ihr neues Album „Letters From A Black Widow“ veröffentlicht. Das Album mit 12 Songs erzählt eine fesselnde Geschichte – von privatem Schmerz bis zu gemeinschaftlicher Transzendenz – und ist ihr bisher gefühlvollstes Werk. Im Lauf ihrer Karriere hat sie mit Musikern wie Prince, Michael Jackson, Robbie Williams und Elton John zusammen gearbeitet. Diese Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem „Kulturhuus Häbse, Basel“ organisiert. Jeder, der die Geschichte von Judith Hill verfolgt hat, wird Letters from a Black Widow als einen atemberaubenden Albumtitel erkennen. Der von der Boulevardpresse geprägte Begriff „Schwarze Witwe“ entstand nach den Überdosis-Todesfällen ihrer beiden Star-Kollegen Michael Jackson und Prince. Es wurde zu einem Schimpfwort, das Internet-Trolle der gefeierten Künstlerin an den Kopf warfen und Verschwörungstheorien und Beschämungskampagnen in Gang setzten – ein Trauma, das beinahe eine Karriere beendet hätte, zu der auch ein Grammy für ihre Rolle in dem Oscar-prämierten Dokumentarfilm „20 Feet from Stardom“ gehört. „Jahrelang war die Schwarze Witwe eine so dunkle Präsenz in meinem Leben, die zu bedrohlich und einschüchternd war, um überhaupt darüber zu sprechen“, sagt Hill. Aber ein Jahr nach der Pandemie hatte sie Zeit und Raum für eine folgenschwere Abrechnung. „Dadurch, dass ich gezwungen war, aufzuhören, konnte ich tiefer in mich gehen und herausfinden, was in meinem Inneren vorgeht und worüber ich wirklich sprechen musste. Ich stellte fest, dass ich den Mut und die Kraft hatte, mich all dem zu stellen – in meinem Kern authentisch zu sein, in die ganze Erfahrung einzutauchen und einen Ozean der Dunkelheit in ausdrucksstarkes Feuer zu verwandeln.“ War Hills vorheriges Album Baby, I’m Hollywood die ruppige Coming-of-Age-Geschichte eines gemischtrassigen Kindes der kalifornischen Bohème, so ist Letters from a Black Widow ein gewaltiger Schlachtruf – ein Soul/Funk/Gospel-Passionsspiel in Albumlänge, das spektakulär geschrieben, arrangiert und aufgeführt ist. Ein entscheidender Moment in Hills Schreibprozess ereignete sich während eines Besuchs mit Freunden in einer heißen Quelle außerhalb von Los Angeles, wo eine gemeinsame psychedelische Erfahrung sie in ein privates und erschreckendes Reich führte. „Ein ganzer Berg erschien vor meinen Augen“, erinnert sie sich. „Und ich wusste, dass er für all die Traumata in meinem Leben stand, von denen ich nicht wusste, dass sie noch da waren.“ „All die Schuldgefühle, die Scham und die Paranoia können wie ein Krebsgeschwür in dir wachsen“, erzählt sie. „Man hat das Gefühl, dass niemand es verstehen wird, dass es niemanden wirklich interessiert, und das wird zu deiner ganzen Realität. Songs darüber zu schreiben bedeutet, sich selbst die Erlaubnis zu geben, überhaupt zu sprechen. Es ist eine Wohltat für einen selbst, den Pinsel in die Hand zu nehmen und es zu malen, und es kann eine Eigendynamik entwickeln.“ Hill stützte sich auf Gespräche mit ihrem Opern-/Theaterregisseur und Freund Alexander Gedeon, die sie zu den theatralischen Experimenten inspirierten, die sich durch Letters from a Black Widow ziehen. Die Emotionen erreichen ihren vollsten Ausdruck im Titelsong „Black Widow“, in dem Hill sich der bösartigen Gestalt stellt, die sie jahrelang verfolgte. Die neuen Geschichten dieses Albums über Entdeckung, Widerstand und Erlösung haben alle die gleiche unerschütterliche Soul- und Funk-Basis, die Hill schon fast ihr ganzes Leben lang genossen hat. Die brennenden Gitarrensoli sind umso beeindruckender, als die Gitarre ein weiteres Instrument ist, das die verwirrend talentierte Musikerin erst kürzlich während des Songwriting-Prozesses „einfach so aufgeschnappt“ hat. „Für mich ist die Gitarre wie ein neuer Charakter, der jammernde, kreischende Kern von mir, eine Stimme, die einfach gehört werden will“, erklärt Hill. „Es bedeutet, dass wir immer noch Kraftquellen in uns haben, selbst wenn sie das Mikrofonkabel durchschneiden. Ich wollte, dass sich das gleiche Gefühl des Trotzes und der Ermächtigung, das man in „Flame“ hört, durch das Album zieht, denn wir sind viel stärker, als wir uns eigentlich bewusst sind.“ Während das Album oft beschwingte und verspielte Wendungen nimmt, sind alle Songs tief in Hills aktueller Realität verankert, als 41-jährige Karriere-Künstlerin, die dankbar ist für die Menschen, die sie gemacht haben, und sich des holprigen Weges, den sie gewählt hat, und der Kraft, die sie wird, bewusst ist.
Philip Catherine / Martin Wind Duo

Die gemeinsame musikalische Reise begann für Philip Catherine und Martin Wind 2013 mit der Einladung,ein Album in der Serie „Duo Art“ des ACT Plattenlabels zu veröffentlichen. Sie nahmen hauptsächlich Originals auf, aber auch Standards wie „Old Folks“ und „How deep is the Ocean”, sowie Fremdkomposition von Dexter Gordon („Fried Bananas“) und Paul McCartney („Jenny Wren”).Seitdem musiziert das Duo regelmässig auf den Bühnen Europäischer Konzertsäle, Clubs und Festivals, und ein Auftritt in dem Kitano Jazz Club wurde von dem Monatsmagazin „New York City Records Magazine“ zu einem der „Top Five Live Concerts 2016“erkoren.2019 luden sie sich für ihr zweites Album „White Noise“ (Laika Records) eine weitere Europäische Jazzikone hinzu, und zwar den holländischen Trompeter Ack van Rooyen. Das Album wurde in der Presse als „Meisterstück in der Europaliga des Jazz“ bezeichnet und erhielt eine 4 Sterne-Besprechung im Downbeat Magazine. Die „Süddeutsche Zeitung“ schrieb in einer Rezension eines Duo-Konzerts im Club des „Bayerischen Hof“ in München:„So ergänzte sich das ziemlich perfekt: das schon technisch unverwechselbare, immer lyrische Spiel Catherines und der gestrichen wie gezupt sonore und kräftige Bass von Martin Wind. Ein ebenso breites wie kultiviertes Repertoire hatten sie sich ausgesucht; aber ob bei Hoagy-Charmichael- oder und Bebop-Standards, ob bei Blues, bei Villa-Lobos und Paul McCartney oder bei eigenen Stücken, immer suchten die beiden nach dem idealen Ton, dem richtigen Klang für jede einzelne Note. Kein Zufall, dass „Old Folks“ zum vielleicht schönsten Stück geriet: ganz einfach und traditionell, ohne jedes Virtuosentum, aber mit viel Raum für sich im improvisierenden Miteinander wunderbar aufschaukelnde Klangschwelgereien.“ Und der „Mannheimer Morgen“ fasste einen Auftritt des Duos wie folgt zusammen:„Nach einem vielfarbigen Programm von Eigenkompositionen und Jazzstandards bringt der Titel ihrer Zugabe die Essenz ihrer Musik auf den Punkt: But Beautiful.” Ein weiterer Höhepunkt war das Eröffnungskonzert des JazzBaltica 2023 Festivals zusammen mit den Mitgliedern von Martin Wind’s „Gravity Trio”, Saxophonist Peter Weniger und Schlagzeuger Jonas Burgwinkel. PHILIP CATHERINE Der nun fast 80jährige Philip Catherine gehört seit den sechziger Jahren zu den führenden Vertretern der europäischen Jazzszene und wurde bekannt durch seine Zusammenarbeit mit Künstlern wie Chet Baker, Charles Mingus, Jean Luc Ponty, Larry Coryell, Charlie Mariano, Niels Henning Ørsted Pedersen, Kenny Drew, Dexter Gordon, Toots Thielemans, Stéphane Grappelli, Tom Harrell, sowie der Jazzrock Band Focus. Mehr Infos unter www.philipcatherine.com. MARTIN WIND Martin Wind wurde 1968 in Flensburg geboren, studierte klassischen Kontrabass in Köln und zog vor 25 Jahren nach New York City.Im Jahr 1995 belegte er den 3. Preis beim Internationalen Thelonious Monk Bass Wettbewerb in Washington, D.C., und erhielt im Jahr 2000 den Kulturpreis seines Heimatlandes Schleswig-Holstein.Er spielte u.a. mit mit Jazzlegenden wie Hank Jones, Frank Wess, Mark Murphy, Slide Hampton, Johnny Griffin, Cedar Walton, Bucky Pizzarelli, Michael und Randy Brecker, Don Friedman, John Scofield, Pat Metheny, Fred Hersch, James Moody und Anat Cohen.Als Mitglied des Kennedy Center Honors Orchesters begleitete er Weltstars wie Aretha Franklin, Reneé Fleming, James Taylor und John Legend.Seine neuen Alben „My Astorian Queen – 25 years on the New York Jazz Scene“(November 2021) und „New York Bass Quartet – Air“(Februar 2022) wurden unlängst auf dem deutschen Laika Records Label veröffentlicht. Mehr Infos unter www.martinwind.com und www.laika-records.com.
Younee

Younee, die Komponistin und Singer-Songwriterin aus Südkorea hat sich nicht nur mit ihrem einmaligen und virtuosen Klavierspiel längst einen Namen gemacht. Es sind Younee‘s spontane und frei komponierte Stücke während ihrer Live-Auftritte, die einem schier den Atem rauben können, und immer wieder grosse Begeisterung bei dem Publikum auslösen. Ihre beiden ersten deutschen Alben stürmten die Bestseller-Charts bis auf Platz 1. Bei ihrem 1. Album “Jugendstil“ waren für sie noch Mozart, Beethoven und andere ‚Klassiker’ eine Inspiration, auf dem 2. Album „My Piano“ hört man ausschliesslich eigene Kompositionen, die bis zum letzten Ton alle intuitiv, spontan und unerwartet sind, ohne in kitschige Gefilde oder in eine Virtuosität um der Virtuosität willen abzugleiten. ‚That’s me, das bin ich! ’ meint YOUNEE und die Art und Weise, wie sie ihre Musik live für ihr Publikum darbietet, ist nicht nur äusserst charmant, es ist jedes Mal als würde sie ihre Musik nochmals neu erfinden. Younee, die klassisch ausgebildete und preisgekrönte Pianistin, spielt fast alles und all das mit ihrer ganz eigenen Prägung. Klassik, Blues, Jazz oder poppige Melodien und ja, singen kann sie auch und das mit einer Stimme, die einem unter die Haut geht. Heute gehört sie zu den wenigen Pianistinnen weltweit, die das klassische Metier ebenso gut beherrschen wie Jazz und Improvisationen. Sie erwarb einen B.A. in klassischem Klavier an der Yonsei Universität. Bevor sie ihr Heimatland verliess, hatte sie in Südkorea bereits Starstatus erlangt. So schrieb sie Musik für koreanische und inzwischen auch deutsche Filmproduktionen, Songs für Pop- und Rockkünstler, aber auch Hits für sich selbst. Dann veröffentlichte sie in England ein Pop-/Jazz-Gesangsalbum „True to You“ und trat bei BBC Woman’s Hour, im Jazz-Line-Up und mehr auf und wurde in den erlauchten Kreis von Pianisten berufen, die beim berühmten Steinway Festival spielen dürfen.
Fred Wesley Generations

Fred Wesley tb/voc, Leonardo Corradi hammond, Tony Match dr Jahrzehnte nach seiner Arbeit mit James Brown und George Clinton, die ihn als einen der Architekten des Funk etablierte, hat Fred Wesley ein neues Projekt begonnen, das ihn mit seinen Jazz-Wurzeln und der Zukunft verbindet: Generations. Generations ist ein ausbaufähiges Trio mit Fred Wesley an der Posaune, Leonardo Corradi an der Orgel und dem französischen Schlagzeuger Tony Match. Drei Musiker, die ursprünglich zusammenkamen, um dem souligen Jazz des legendären Organisten Jimmy Smith Tribut zu zollen, haben sich gefunden und grooven gemeinsam weiter. Dieses Trio vereint drei Generationen.
Travelin‘ feat. Heiri Känzig & Mathieu Michel

Heiri Känzig b, Matthieu Michel flh, Raphaelle Brochet voc, Amine Mraihi oud,Lionel Friedli dr, Marc Méan p Der Charakter der neuen Gruppe von Heiri Känzig erwuchs aus dem Interesse, sich jenseits der etablierten Genres und vermeintlichen Grenzen zu bewegen. Hier dürfen die weltmusikalischen Einflüsse, die Heiri Känzig in seinen zahlreichen Begegnungen mit Musikkulturen rund um den Globus aufgesogen hat, zusammenfliessen. Es geht nicht darum, einen Rekord in Sachen Komplexität oder Innovation aufzustellen. Vielmehr hört man in diesem Sextett eine Liebe zum Musizieren, die direkt ins Herz geht. In diesen Aufnahmen hören wir den flatterhaften Anschlag des Oud-Spielers Armin Mraihi, die lyrische Raffinesse von Marc Méan am Klavier, das schwebende Melisma der Sängerin Veronika Stalder, die fesselnde Kraft des Trompeters Matthieu Michel, die melodischen, pulsierenden Linien von Heiri Kaenzig am Kontrabass und der Perkussionist Lionel Friedli, der für den Drive sorgt. Die Leidenschaft für das Musizieren und die stilistische Offenheit bilden das Rückgrat dieser Musik. Sie entzieht sich jeder Definition. Es ist die Kraft des Ausdrucks, die zählt.
Afra Kane

Afra Kane voc/p, Christophe Farine b/synth, Emilio Vidal gui, Marius River dr 1. März 2024 – Afra Kane hat ihr neues Album „Could We Be Whole“ veröffentlicht. Das mit Spannung erwartete zweite Werk der Singer-Songwriterin und Pianistin ist jetzt über Warner Music erhältlich. Produziert von Kane selbst mit ihrem langjährigen Kreativpartner Christophe Farine, unterstreicht die in der Schweiz lebende Künstlerin mit „Could We Be Whole“ ihren Ruf als fesselnde und wandlungsfähige neue Sängerin. Ihre intime, fast mysteriöse kreative Herangehensweise verschafft sich Ausdruck in virtuosen Arrangements und einer ebenso kraftvollen wie verführerischen Stimme. Das Resultat ist Musik, von der ein schwer zu greifender Zauber ausgeht – man fühlt sie einfach. Begleitend zur heutigen Albumveröffentlichung erscheint die neue Single „Death In My Dreams“. Das Musikvideo zu dem eindringlichen Song wurde einmal mehr gedreht unter der Regie von Élise Gyger und kann jetzt bei YouTube angesehen werden – hier. „Der Titel ist ziemlich selbsterklärend“, sagt Afra Kane über ihre neue Single. „Er bezieht sich auf eine Zeit letzten Sommer, als ich zehn Tage hintereinander vom Tod träumte. Ich weiß nicht, woher diese Todesträume kamen, aber ich habe gelesen, dass sie oftmals dann auftreten, wenn man ein neues Kapitel im Leben betritt. Man muss sozusagen Teile von sich zurücklassen, um bereit für Neues zu sein.“ Im Vorfeld der Veröffentlichung von „Could We Be Whole“ waren bereits drei Singles erschienen: die gleichermaßen kraft- und gefühlvollen Songs „Lift Up” und „Empty Promises” sowie „Invisible Cross”, in dem ein Dancehall-Beat und Gospel-inspirierte Refrains das Klangbild prägen. „Auf Französisch würde man sagen, das Album ist sehr ‚brut‘“, so Afra Kane, „fast wie ein Rohdiamant. Ich glaube, dass die meisten Leute tatsächlich überrascht sein werden, wie roh und unpoliert es ist. Zumal es im weiteren Verlauf immer mehr Ecken und Kanten bekommt. Es gibt einige Sachen, die ein bisschen alptraumhaft klingen könnten. Und dann gibt es Sachen, die eher Balsam für die Seele sind. Ich versuche in meiner Musik immer, ein Gleichgewicht zu finden – einerseits soll sie nicht zu schwer verdaulich sein, andererseits will ich mich aus meiner Komfortzone herausbewegen. Es ist ein Lernprozess, für mich als Künstlerin ebenso wie für die Hörer:innen.”
Roli Frei & Peter Wagner

Roli Frei voc/g, Peter Wagner p Seit mehr als 45 Jahren begeistert und fasziniert Roli Frei in unterschiedlichsten Formationen das Publikum im In- und Ausland immer wieder neu mit seiner einzigartigen Stimme, die leidenschaftlich und feinfühlig bei ganz leisen und feinen Tönen genau so überzeugt, wie wenn er damit Wut oder Empörung lautstark und kraftvoll zum Ausdruck bringt. Der unmittelbaren emotionalen Berührung auf, die eine oder andere Weise kann man sich als Zuhörer dabei nie entziehen. «Ja, meine Stimme ist ein Geschenk», gibt der Musiker unumwunden zu. «Dafür bin ich sehr dankbar!». BAND In den 90er Jahren startete Roli Frei erneut dort, wo er begonnen hatte – mit Stimme und Akustikgitarre. Zunächst noch als gleichberechtigtes Teil des Duos Soulful Desert mit Robert Schweizer, später im Trio mit Roland Fischer, entwickelte Roli seinen eigenen Stil als Sänger, Gitarrist und vor allem als Songwriter. Statt des Durchbruchs folgte Mitte der Nullerjahre allerdings der Zusammenbruch. Mit dem Album „Strong“ (2010) und neuer Band – Roli Frei & the Soulful Desert – meldete sich der nunmehr knapp 60-jährige Musiker aber eindrücklich zurück und kündete von überstandener Krankheit, Krise und wiedererlangter Stärke. „Strong is not enough“ (2016) zementierte diesen Status und lässt Roli Frei heute glücklich, dankbar und erleichtert auf über 1’600 Konzerte und auf etwa 20 Alben in verschiedensten Formationen zurückblicken. The Soulful Desert, heute bestehend aus Peter Wagner, Patrick Sommer und Andreas Wettstein sind auch seine vertrauten Freunde.
Cyrille Aimée

Cyrille Aimée voc, Mathis Picard p, Jonathan (Yonatan) Rosen dr, Daniel Winshall b Für Cyrille Aimée ist Musik sowohl eine Lebensweise als auch eine Kunstform, die ihr die Freiheit gibt, ihren kreativen Talenten zu folgen, wohin auch immer ihr vielfältiges Erbe sie führt. Sie hat eine bemerkenswerte, mehrfach preisgekrönte Karriere entwickelt, die Kontinente umspannt, als Sängerin, Songwriterin, Texterin und Pädagogin, während sie stets ihren Wurzeln treu bleibt. Bis Cyrille 20 Jahre alt war, hatte sie bereits auf vier verschiedenen Kontinenten gelebt. Ein Aufenthalt in Santo Domingo wurde gefolgt von einem Umzug nach New York City. Tagsüber besuchte sie das SUNY Purchase und trat nachts als Sängerin in den Jazzclubs von Manhattan auf. Ihr Talent brachte ihr schnell den Ruf ein, eine furchtlose, warmherzige, witzige Improvisatorin und eine unvergleichliche Interpretin zu sein: Sie trat mit Roy Hargrove auf und gewann eine Reihe von Wettbewerben, die im ersten Preis beim Sarah Vaughan International Jazz Vocal Competition gipfelten. Ein Vertrag mit Mack Avenue Records, dem Zuhause vieler Top-Jazzkünstler der USA, führte zu zwei hochgelobten Alben, die die Aufmerksamkeit eines der führenden Songwriter – Steven Sondheim – auf sich zogen. Das Musiktheater-Idol lud sie ein, im November 2013 neben der legendären Bernadette Peters in einer Encores Special Presentation im City Centre von New York aufzutreten, begleitet von Wynton Marsalis und dem Jazz at Lincoln Centre Orchestra. Dies wurde von der New York Daily News als „eine Offenbarung“ gefeiert. Ihr 2019er Album „Move On“ mit Versionen von Sondheims Liedern erhielt Lob von Sondheim selbst, und eines seiner Lieder, „Marry Me a Little“, wurde 2019 für einen Grammy nominiert. Ab 2020 wagte sie sich mit einer Serie von YouTube-Videokollaborationen mit dem Pianisten und Jazz-Influencer Emmet Cohen ins digitale Reich, und ihre Version von „La Vie en Rose“ wurde bis heute mehr als 6 Millionen Mal angesehen. Auf dem Höhepunkt ihres Erfolges in New York lockten neue Horizonte. Ein wachsendes Interesse daran, ihre Vision der Wechselwirkung von Spontaneität und Kreativität und der Bedeutung von Gemeinschaft zu teilen, führte dazu, dass sie ihre Ideen in einem TEDx Talk über die Gesetze der Improvisation und deren Anwendung im Leben weiterentwickelte. Ein Besuch in New Orleans führte dazu, dass sie sich in die Stadt verliebte und 2017 dorthin zog. Die einzigartige Mischung von New Orleans aus lateinamerikanischem, französischem und afroamerikanischem Jazz-Erbe ermöglichte es ihr, alle Facetten ihrer eigenen musikalischen Identität vollständig zu erkunden, frei von den Fesseln von Genres und sich mit ihrer eigenen inneren Kreativität zu verbinden. Um den Kreis zu ihrem New Yorker Leben zu schliessen, tat sie sich mit dem Produzenten und Multiinstrumentalisten Jake Sherman zusammen, und gemeinsam schufen sie ihr neuestes Album „A Fleur de Peau“ (Whirlwind Recordings). Mit der Tiefe und Raffinesse des Jazz, der Direktheit des Pop und den unwiderstehlichen Tanzrhythmen der Karibik ist es zugleich intimer und zugänglicher als alles, was Cyrille bisher gemacht hat.
Idle Moments Quintet/
Mark Sherman Quartet

Geniessen Sie zwei Konzerte mit einem Ticket! Vorprogramm, um 19:30 UhrNikita Sipiagin as (USA), Alvaro Ocon tr (Spain), Max Teakle p (Australia), Paddy Fitzgerald b (Australia), Genius Wesley dr (USA) Idle Moments Quintet mit Nikita Sipiagin, ein 22-jährige Jazz-Saxophonist, Improvisator und Arrangeur aus New York. Sipiagin studiert im zweiten Jahr am Jazz Campus in Basel und arbeitet an seinem Bachelor-Abschluss in Jazz Performance. Er hat bei einigen der renommiertesten Lehrer der Jazzszene studiert und gelernt, darunter Larry McKenna, Mark Turner, Antonio Hart, Ted Nash und Dick Oatts. Man darf gespannt auf das Konzert mit der Performance dieses Quintets sein. Konzert-Fotos…> Hauptact, um 20:30 UhrMark Sherman p, Joe Magnarelli tp, Stephan Kurmann b, Bernd Reiter dr Das Mark Sherman Quartet bringt einen tief verwurzelten Post-Bop-Ansatz in ein Programm aus Eigenkompositionen und Standards ein, dass die Kunstform überzeugend und mit einem hohen Mass an belebender Musikalität weiterführt. Die Musik ist unerbittlich energiegeladen und voller unglaublicher Improvisationen, die aus den individuellen Fähigkeiten der Musiker und der gemeinsamen Interaktivität resultieren. Nach der erfolgreichen Europa-Tour im April 2023 ist das Quartet auch dieses Jahr auf Tour mit 20 Konzerten vorwiegend in Italien. Im Gepäck die Live-Aufnahmen aus dem bird’s eye vom letzten Jahr als CD.
Keyon Harrold presents ‚Foreverland‘

Keyon Harrold tp/voc, Daniel Winshall b, Andrew Renfroe g, Chad Selph keys, Jaylen Pentinaud dr Wenn Keyon Harrold die Einflüsse aufzählt, auf die er sich bei der Entstehung seines reichhaltigen und stimmungsvollen neuen Albums Foreverland (Januar 2024 / Concord) gestützt hat, nennt er Radiohead, Fleet Foxes, Fela Kuti, John Coltrane, und für eine Sekunde wird er verletzlich – die Liste ist zu grundlegend, zu ernsthafte Musikhörer-Starterpackung. Aber in diesem Moment der Unsicherheit gibt er eine unauslöschliche Flex von sich: „Du bist, was du isst, und ich habe eine ziemlich strenge Diät mit Dope-Scheiße“. Wenn man sich Keyon Harrolds bisherige Karriere ansieht, wird klar, dass der „Weltklasse-Trompeter“ (Essence) und Komponist es mit dieser Diät sehr ernst meint. Er ist ein Jazzmusiker im weitesten Sinne und arbeitet mit einer Reihe von Traumkollaborateuren zusammen: den Legenden der Generation Keith Richards und Diana Ross, Rap-Stars wie Mac Miller und Nas, den Neo-Soul-Ikonen Erykah Badu und D’Angelo und den modernen Soul-Stars Black Pumas und Leon Bridges. Zu seinen regelmäßigen Partnern gehören sein Mentor Common (der ihn für seine erste Tournee engagierte), sein Klassenkamerad an der New School, Robert Glasper, und die GRAMMY-Gewinner Maxwell, PJ Morton, Gregory Porter und YEBBA. Hinzu kommt seine umfangreiche Tournee- und Aufnahmetätigkeit mit den Popgrößen Jay-Z und Beyonce. Und auch wenn es vielleicht faul ist, Keyon mit Miles Davis zu vergleichen, so ist die Verbindung doch ein wenig passender als auf den ersten Blick: Harrold steuerte das gesamte Trompetenspiel in Don Cheadles GRAMMY-gekröntem Miles-Davis-Biopic Miles Ahead bei und spielte passend zu Cheadles Darbietungen im Film. Keyon hat zwei gefeierte Soloalben aufgenommen, das 2009 erschienene Introducing Keyon Harrold und das 2017 veröffentlichte The Mugician, das Keyon als „eine certified Legende im Spiel“ (Okayplayer) etablierte. Das Album, auf dem Pharoahe Monch, Gary Clark Jr., Big K.R.I.T., Guy Torry, Georgia Anne Muldrow und Robert Glasper zu hören sind, wurde von der New York Times („stirring…vereint Elegie und exhortation“) und Billboard („zu gleichen Teilen Musik und Magie“) gelobt. Die Ursprünge von Foreverland beginnen jedoch nicht auf dem Gipfel eines professionellen und artistic Hochs, sondern in den Trümmern der COVID-19-Sperre. Anlässlich eines pandemischen Geburtstags war Keyon auf sich allein gestellt. Es war eine Zeit von stagnation, von exhaustion im Gefolge von Herausforderungen, die sowohl universell (globale Gesundheitskatastrophe, rassistische injustice) als auch persönlich waren (das Ableben seiner Mutter, der öffentlichkeitswirksame und rassistisch aufgeladene Übergriff auf seinen 14-jährigen Sohn). Auf der Suche nach einer Pause und einer neuen Perspektive führte ihn die Empfehlung seines Bruders und eines Freundes nach Vegas. Aber anstatt an den Tischen zu spielen, ging Keyon ins Studio. Nach Monaten der Isolation war es erfrischend, nach so langer Trennung wieder mit Freunden zusammenzukommen. Diese Kameradschaft war der kreative Funke, den Keyon brauchte. Die Sessions waren locker und forschend, aber mit einem künstlerischen Fokus, den er seit Jahren nicht mehr gespürt hatte. Die daraus resultierende Musik war fesselnd. Keyon nahm eine weniger-ist-mehr-Haltung ein: „Es war in gewisser Weise fast minimalistisch. Ich wollte, dass es so klingt, als wäre es einfach, aber tief im Inneren steckt mehr Komplexität, um Melodie und Schönheit aus dem Abstrakten herauszuholen.“ Er ließ die harmonischen Strukturen ausufern und verdichtete die Harmonien langsam, um eine maximale emotionale Wirkung zu erzielen. „Jeder Song hat eine Harmonie, die eine bestimmte Stimmung hervorruft“, sagt Keyon. „Ich lade Sie dazu ein, mit mir in dieser Tonalität zu leben. Es geht nicht um eine Million Noten pro Sekunde, sondern darum, die richtige Stimmung zu finden, um die Chakren der Menschen zu öffnen. Die Farbe jeder Stimmung spendet mir Trost – sie ermöglichte es mir, die Hoffnungen, die ich hatte, neu zu entfachen und mich aus einer Flaute zu befreien.




